| Der
Hidden Highway in Mittelengland |
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Von Chester im Norden bis Ross-on-Wye im Süden schlängelt sich
auf einer Länge von 280 Kilometern der Hidden Highway durch
die malerische Landschaft. Entlang dieses Weges befinden sich
nicht weniger als 18 Liegenschaften im Besitz von English Heritage,
zehn des National Trust, ein Weltkulturerbe, zwei Kathedralen,
Dutzende von Burgen und eine Unzahl von Antiquitäten- und Kunsthandwerksgeschäften.
Hier kommen sowohl Romantiker als auch Kulturliebhaber und ambitionierte
Shopper auf ihre Kosten. |
Unbedingt sehenswert ist das an einer Schleife des Severn gelegene
Shrewsbury, die wohl schönste Tudor-Stadt der gesamten Britischen
Inseln. Einige Kilometer südöstlich der Stadt befindet sich
ein Kulturdenkmal neuerer Zeit: Ironbridge, die erste Eisenbrücke
der Welt und heute Weltkulturerbe. 1777 bis 1779 erbaut, markiert
ihre Errichtung den Beginn des Industriezeitalters. Auch Ludlow,
am Zusammenfluss von Teme und Corve gelegen, lohnt einen Besuch,
gilt die im 12. Jahrhundert um eine normannische Burg herum
entstandene Stadt doch vielen als Archetyp einer ländlichen
englischen Kleinstadt. Nicht weit von Ludlow entfernt befindet
sich Stokesay Castle, ein perfekt erhaltenes befestigtes Herrenhaus
aus dem 13. Jahrhundert und ein gutes Beispiel, wie ein zu Wohlstand
gelangter Kaufmann des Mittelalters gelebt hat.
In Leominster, einer alten Marktstadt, deren Gründung auf die
angelsächsische Zeit zurückgeht, befinden wir uns schon in der
Grafschaft Hereford, wo der Black & White Village Trail zur
Rundfahrt einlädt. Es handelt sich nicht etwa um Schauplätze
alter britischer Schwarzweiß-Filme, der Name bezieht sich vielmehr
auf das für das nordwestliche Herefordshire typische Fachwerk
der Häuser. Die etwa 60 Kilometer lange Strecke führt durch
einige der malerischsten Dörfer Englands und den durstigen Reisenden
wird die Tatsache erfreuen, dass sich unter den Gebäuden auch
eine Reihe ausgesprochen gemütlicher Pubs befindet.
Diese servieren neben Real Ale, Bitter und Stout natürlich auch
Cider und was läge da näher, als eine Fahrt auf der Herefordshire
Cider Route zu unternehmen. Der englische Cider unterscheidet
sich vom französischen Cidre in zwei Punkten: Er moussiert schwächer
und wirkt stärker – viel stärker. Als Ausgangspunkt bietet
sich die Stadt Hereford an, wo es ein Cider-Museum gibt und
mit der Firma Bulmer der in der Welt führende Cider-Produzent
seinen Sitz hat. Aber vor allem die vielen kleinen Familienbetriebe
lohnen einen Besuch, da dort sehr oft noch alte Produktionstechniken
zu bewundern sind. Da es auch in Großbritannien eine Promillegrenze
gibt, sind es wohl vor allem die Beifahrer, die eine Reise auf
der Herefordshire Cider Route in vollen Zügen genießen können
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