| Gozo:
Wo Odysseus gefangen war |
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Der Charme von Maltas Schwesterinsel erschließt sich sofort
nach der Ankunft mit der Fähre, wobei die Insel von Malta aus
auch mit dem Helikopter angeflogen werden kann. Das Leben auf
dieser kleineren und ländlicheren Insel verläuft gemächlich.
Der Lebensrhythmus wird bestimmt durch die Jahreszeiten, die
Fischerei und die Landwirtschaft. Im Winter und Frühjahr bedeckt
ein dichter Teppich aus blühenden Kräutern und üppiger Flora
die Insel. Im Sommer blühen Oleander, Bougainvillea und Geranien.
Barockkirchen und alte Bauernhäuser aus Stein sind die typischen
Bauten. |
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| Die
Festungsmauer der Zitadelle Victoria. Foto:
Sven Sevens |
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Besucher können die raue Landschaft und die spektakuläre Küste
erkunden. Dazu gibt es vielfältige Aktivitäten an und im Meer:
Urlauber haben die Wahl zwischen felsigen Buchten und roten
Sandstränden, zwischen Segeln, Schnorcheln, Tauchen und Fischen.
Gozo bietet einige der besten Tauchplätze im Mittelmeer. An
Land erschließt sich Reisenden die Jahrtausende alte Geschichte
der kleinen Insel: historische Stätten, Forts und, nicht zu
vergessen, einer der besterhaltenen prähistorischen Tempel
der Inselgruppe, Ggantija. Auf Schritt und Tritt begegnet
man den Stätten antiker Sagen. Beispielsweise soll hier, in
dieser friedlichen, fast mystischen Idylle, in der antiken
Sage die Meeresnymphe Kalypso Homers Odysseus sieben Jahre
lang festgehalten haben.
Alle Straßen Gozos führen nach Victoria oder Rabat, wie es
die Menschen hier nennen. Bereits bei der Ankunft auf Gozo
sieht man die Zitadelle, die sich steil über die Landschaft
erhebt. Und von den beeindruckenden Bastionen dort hat man
einen ausgezeichneten Ausblick über die ganze Insel. Jahrhunderte
lang bot die Zitadelle Sicherheit vor den Angriffen nordafrikanischer
Korsaren und Sarazenen, die die Bevölkerung Gozos mehrfach
im Lauf der Geschichte versklavten. Nachdem diese Bedrohung
mit dem Ende der Großen Belagerung endete, entstand unterhalb
der Zitadelle eine wohlhabende Stadt. |
Victoria ist nicht nur der geographische Mittelpunkt der Insel,
sondern auch ihr Lebensmittelpunkt. Hier verbindet sich das
pulsierende Leben der Märkte und Geschäfte mit einer entspannten,
geselligen Atmosphäre. Hier kann man hervorragend beobachten,
wie die Inselbewohner den Tag verbringen -besonders dann, wenn
Victorias Marktplatz It-Tokk an jedem Wochentag zu neuem Leben
erwacht.
Auf dem Markt und in den engen, gewundenen Gassen Victorias
findet man alles, was das Herz begehrt: köstliche, frische Lebensmittel,
vor allem Käse und Wein, Antiquitäten, Handwerkserzeugnisse,
Fischernetze und Strickwaren. Zudem besitzt die Stadt ein eigenes,
pulsierendes Kulturleben, zu dessen überraschenden Attraktionen
Opern aber auch Pferderennen auf der Hauptstraße am Tag der
Festa gehören. |
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