| Ursprünglichkeit
in der Northern Province |
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Wer das ursprüngliche sucht, ist hier gerade richtig: In der
Northern Province zwischen Pretoria und den Grenzen zu Zimbabwe
und Botswana leben gerade mal 13 Prozent der Bevölkerung des
Landes. Besucher folgen den 150 Jahre alten Spuren der Vortrekker.
Die Nordprovinz ist voller Legenden und Mythen, und ebenso exotisch
sind die Landschaften mit ihren kühlen Urwäldern, Orangengärten,
Forellenbächen, Wasserfällen und den gigantischen Affenbrotbäumen,
die man Baobabs nennt. Weite Teile der Northern Province sind
nahezu unberührt und damit ein Traum für naturverliebte Wanderer
und Vogelbeobachter. |
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| Affenbrotbäume
gelten in Südafrika als heilig, obwohl bei
ihrer Schaffung der Teufel die Finger im Spiel
gehabt haben könnte... Foto: Soth African
Tourism |
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Schon 55 Kilometer nördlich von Pretoria liegt das für seine
Thermalquellen und Heilbäder bekannte Warmbath. Ideale Wanderbedingungen
findet der Besucher nordwestlich im Lapalala-Wildgebiet. Hier
wurde das erste Nashornmuseum Afrikas eröffnet, das die Geschichte
der früher von Ausrottung bedrohten Tiere dokumentiert. 200
Kilometer weiter nördlich bietet sich die moderne Provinzhauptstadt
Pietersburg als Rastplatz auf dem Weg nach Osten und Norden
an. Wer den nördlichen Teil des 100 Jahre alten Krüger-Nationalparks
erkunden will, wählt von hier die besonders reizvolle Strecke
über Tzaneen. Hier jagt ein Höhepunkt den nächsten: Das kleine
Walddörfchen Haenertsburg ist bekannt für Forellen und großartige
Azaleen, bei den Debegeni Falls stürzen in einer Waldlandschaft
Wasserkaskaden 80 Meter tief in einen Pool, schließlich fährt
der Besucher durch eine der großartigsten Schluchten Südafrikas
und erlebt auf dem Magoesbaskloof-Pass atemberaubende Ausblicke
auf die rund 2000 Meter hohe Bergwelt, die Tee- und Baumwoll-Plantagen
an den Hängen der Täler und einheimische Baumriesen wie Stinkwood
und Rooi Hout. Hier lebt auch das Volk der Lobedu mit seiner
legendären Regenkönigin Modjadji. |
Nördlich von Louis Trichardt ist Baobab-Country: Die Affenbrotbäume
gelten überall in Afrika als heilig. Ihre Stämme können einen
Umfang von 28 Meter erreichen, und wenn der Baum seine Blätter
abgeworfen hat, glaubt man, die Krone sei das Wurzelwerk. Der
Sage zufolge hatte der Teufel seine Finger im Spiel. Denn als
Gott diese Bäume pflanzte, hatte er nichts anderes zu tun, als
die Bäume auszurupfen und sie umgekehrt wieder in den Boden
zu stecken...
Die Umgebung der Kupferminenstadt Messina ist reich an Felsbildern
und Geschichte. Das Nationalmonument Mapungubwe war anno 1000
eine natürliche Festung und Mittelpunkt einer Kultur, die prächtige
Goldarbeiten hinterlassen hat. Südöstlich in einer dicht bewaldeten
und von Flüssen und Wasserfällen durchzogenen Region leben die
Venda, die sich einen Namen als Holzschnitzer und Korbflechter
gemacht haben. Entsprechend schöne Arbeiten stellt das Ditike
Craft Center 60 Kilometer östlich von Louis Trichardt aus.
Der Lake Funduzi liegt im Heiligen Wald und darf nur mit einer
Erlaubnis des Touristenbüros in Thohoyandou besucht werden.
Die Venda glauben, die Seelen ihrer toten Medizinmänner hätten
das Berggebiet noch nicht verlassen und im See sei der Gott
der Fruchtbarkeit zu Hause. |
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