| Umbrien
- Urlaub für Genießer |
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In dieser Region mit ihren ausgedehnten Waldflächen, Flüssen,
Felsmassiven und von Weinbergen und Olivenhainen überzogenen
Hügeln konnte sich eine einfache, kräftige und bodenständige
Küche entwickeln. Hier wird unvergleichlich schmackhaftes Fleisch
von Schnepfen, Rebhühnern, Fasanen, Wachteln und Hasen gebraten.
Das umbrische Olivenöl zählt aufgrund seines feinen Aromas zu
den besten Italiens. Aromatische Kräuter, Majoran, Fenchel und
Pilze aus den heimischen Buchen- und Kastanienwäldern verleihen
den Speisen ihren unverwechselbaren Geschmack. |
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| Der
berühmte Ort Assisi in Umbrien. Foto: ENIT |
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Unter den Antipasti ist stets das berühmte Tortino di patate
con lenticchie e tartufo bianco willkommen, ein Auflauf mit
einer Unterlage aus Linsen. Darauf werden sehr dünn geschnittene
Kartoffelscheiben abwechselnd mit Pilzen und Gewürzkräutern
geschichtet und anschließend mit weißen Trüffeln bestreut.
Dieses Gericht vereint über seine Zutaten drei enogastronomisch
bedeutende Landstriche Umbriens: die Gegend von Castelluccio
mit ihren ausgezeichneten Linsen, die Ebenen von Colfiorito
mit ihren Kartoffeln und das Tal Valtopina mit seinen weißen
Trüffeln.
Als geheimes Feinschmeckerzentrum Umbriens gilt Norcia, eine
kleine Stadt in den Bergen. Sie ist berühmt für ihre Schinken
von kleinen, schwarzen Schweinen, die mit Kastanien und Eicheln
gefüttert werden. Hier sind auch die berühmten schwarzen Trüffeln
zu Hause. In keiner anderen Gegend geht man so freizügig mit
dieser sündhaft teuren Knolle um wie hier: Anstatt sie in
feinen Scheibchen kurz vor dem Servieren über das Gericht
zu hobeln, wird sie zusammen mit Öl, Sardellenfilets und Knoblauch
im Mörser zerrieben und als Sauce unter Spaghetti gemischt.
Mancherorts werden große Mengen davon über einfache Eierspeisen
gehobelt oder in Papier gewickelt und auf offenem Feuer gebraten.
Trüffelkäse aus Kuh- oder Schafsmilch läßt des Feinschmeckers
Herz höher schlagen. |
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| Die
Kathedrale in Orvieto. Foto: ENIT |
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Weitere Erzeugnisse der Stadt Norcia sind eine große Auswahl
frischer und geräucherter Wurstarten und Mazzafegati, eine
Schweineleberwurst, die mit Knoblauch, Pfeffer und Piniennüssen
zubereitet wird. Das Endprodukt wird mit Fenchel verfeinert
und hat einen nussartigen, würzigen Geschmack. Im Tibertal
gedeihen viele Gemüsesorten. Der Stangensellerie von Trevi,
den man in Tomatensauce dünstet, ist besonders beliebt. Die
Spezialität von Cannara sind Zwiebeln. Eine weitere typisch
umbrische Spezialität ist die rote Kartoffel, die in der Hochebene
von Colfiorito ideale Anbaubedingungen hat und als Grundlage
für die Gnocchi-Herstellung gebraucht wird. Zu den typisch
umbrischen Gerichten zählt Cardi alla perugina, eine essbare
Distel, die in Olivenöl, Zitronensaft und gehackter Petersilie
mariniert und dann mit einem Teigmantel umgeben gebraten wird.
Man sollte nicht versäumen, das für Assisi typische Zwiebelgericht,
die Cipollata, zu kosten. |
Umbrien hat keine Meeresküsten, aber in den Seen und Flüssen
der Region tummeln sich zahlreiche Fischarten. Spezalitäten
aus dem Trasimenischen See sind Hecht und Königskarpfen, während
man am Piedilucosee vor allem den gegrillten Flußbarsch und
die Maräne schätzt.
In den Flüssen fischt man Süßwasserkrebse und Forellen, die
köstliche Verbindungsmöglichkeiten mit schwarzen Trüffeln bieten,
wie z. B. die tagliolini con tattufo nero di Norcia e filetto
di trota, Tagliolini mit schwarzen Trüffeln aus Norcia und Forellenfilet.
Zwei Millimeter Geschmack zeichnen die berühmten Linsen von
Castelluccio, den zartesten Linsen Italiens, aus. Der lehmhaltige
Boden, die klimatischen Verhältnisse und die manuelle Verarbeitung
sind die Geheimnisse der Qualität dieser Hülsenfrucht, die zu
den ältesten der Weit zählt. Die Linsensuppe, früher im ganzen
bäuerlichen Umbrien verbreitet, ist heute eines der besten Gerichte
der traditionellen Küche. |
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| Blick
auf Spoleto in Umbrien. Foto: ENIT |
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Die Zusammensetzung der meisten Gerichte der ursprünglichen
umbrischen Küche hat die Zeiten unbeschadet überstanden: alte
Rezepte, alte Usanzen, alte Geschmäcker haben mehr als nur
ein Jahrhundert überdauert, um unsere Gaumen verwöhnen zu
können. Jenseits der regionalen Grenzen kann man die charakteristischsten
und traditionellsten umbrischen Gerichte nicht kosten, da
diese Küche sehr stark lokal gebunden ist. Sie erfordert die
naturreinen frischen Produkte der Region, die man wegen des
Verlustes an Frische besser an Ort und Stelle genießen sollte.
Die Weine Umbriens sind in der Mehrzahl wohlschmeckende Tafelweine
aus langer Anbautradition. Bei Montefalco gibt es Weinberge,
die schon, vor. über tausend Jahren angelegt wurden. Der berühmteste
umbrische Wein ist der Orvieto. Er ist vorwiegend als Weißwein
bekannt und war ursprünglich süß - im Mittelalter, als man
die lieblichen Weine höher als herbe schätzte, war Orvieto
das Lieblingsgetränk der Päpste. Der trockene und liebliche
Orvieto und auch der elegante Muffa Nobile stellen auch heute
noch einen Großteil der regionalen Weinproduktion. |
Anreise
Gut erreichbar ist das grüne Herz in der Mitte Italiens über
die Autobahn von Bologna nach Florenz in Richtung Perugia. Wer
den Luftweg bevorzugt, fliegt nach Florenz oder Rom. Alitalia
fliegt zudem über Mailand direkt nach Perugia. Viele deutsche
Reiseveranstalter haben die attraktive Urlaubsregion in ihrem
Programm: u.a. Italiatour, Dertour, Thomas Cook, Italweg, Olimar,
TUI, Airtours, Wolters oder Interhome. Darüber hianus werden
auch Reisen mit dem Bus angeboten.
Linktipp: www.umbria-turismo.it
www.umbria2000.it
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